Am Anfang war die Idee: mit jungen und junggebliebenen Leuten aus den eigenen Reihen moderne Chorliteratur zu pflegen und dem Verein neuen Schwung zu verleihen.
Nach anfänglichen Bedenken von manchem Vereinsmitglied, dass der neue Chor lediglich als Konkurrenz anzusehen sei, formierten sich 13 sangesfreudige Menschen unter der Leitung von Michael Mallad zum Chor "Da Capo". Beginnend in 1996 traf man sich alle zwei Wochen zur gemeinsamen Chorprobe und was mehr oder weniger "just for fun" begann, etablierte sich sehr schnell zu einem leistungsstarken, ausbaufähigen Chor.

Bereits im Jahr 1997 konnte der Da Capo Chor mit den verschiedensten Auftritten begeistern und nach und nach gesellten sich immer mehr Sänger/innen dazu, so dass inzwischen fast die doppelte Anzahl an Chormitgliedern zu verzeichnen ist. Der Einzugsbereich unserer Mitsänger/innen reicht von Mömlingen über das hessische "Ausland" bis nach Eichenbühl.

Ende 1997 wurde der Chor von Olga Bohn-Kaliakina als Chorleiterin übernommen. Durch ihre fundierte Ausbildung schafft sie es bis heute, den Chor immer wieder an neue Leistungsgrenzen heranzuführen. Dabei ist ihre Begeisterungsfähigkeit nahezu unerschöpflich. Inzwischen wird auch wöchentlich geprobt (außer in den Ferienzeiten), so dass sich der Chor bereits ein umfangreiches Repertoire erarbeitet hat.

Doch Da Capo heißt nicht nur Singen. Da Capo ist die kreative Zentrale des Vereins. In den vergangenen Jahren  konnten, dank des Einsatzes der Chormitglieder, abendfüllende Konzerte auf die Beine gestellt werden. Dabei hat das "Kreativteam" des Da Capo nicht nur das jeweilige Thema der Konzerte erarbeitet, sondern auch recherchiert, alle Moderationen getextet, Sketche geprobt, Choreographien einstudiert, Kostüme genäht, das Bühnenbild erstellt, die Hallen- und Tischdekoration an langen Abenden gebastelt, kulinarische Genüsse geschaffen und, und, und...

Und wenn Sie jetzt immer noch der Meinung sind, Chormitglieder sind eine Ansammlung bedauernswerter, völlig verschüchterter Außenseiter, die sonntags den Kirchgang mit geistlichen Gesängen untermalen und ab und zu eine Partnerstadt besuchen - Menschen, die mit gut durchgefettetem Haar, das pickelige Gesicht gekonnt hinter einem Kassenbrillengestell der 50er Jahre mit annähernd 13 Dioptrin versteckt, den totalen Durchblick auf einen hysterisch mit den Armen fuchtelnden Chorleiter haben, dann kommen Sie zu uns und lassen sich vom Gegenteil überzeugen.

Wir proben jeden Freitag ab 20.00 Uhr im Katholischen Pfarrheim Klingenberg und freuen uns über jede neue Stimme.

 
 


ein paar nicht ganz ernst zu nehmende Verhaltensmaßregeln für den geübten Chorsänger

1

Du sollst aus dem Chor herauszuhören sein! Deine Stimme ist die beste! Wenn alle leise singen, dann singe du aus vollem Halse!

2

Du brauchst beim Singen nicht den Mund aufzumachen. Das ist nicht vornehm. Bewege ihn nach Möglichkeit überhaupt nicht, um so deutlicher ist deine Aussprache.

3

Mache beim Singen ein grimmiges, finsteres Gesicht etwa so, wie Napoleon bei der Schlacht um Waterloo.

4

Die Chorproben sind nur für Minderbegabte. Du kannst es auch so. Wenn du aber trotzdem kommst, dann wenigstens zu spät, denn alle großen Künstler kommen zu spät. Man erkennt daran ihre Genialität.

5

Die Anweisungen und Erklärungen des Chorleiters gelten natürlich nur für die anderen. Du weißt ja alles längst und langweilst dich. Es ist gut, wenn du das durch Gesten und halblaute Bemerkungen zum Ausdruck bringst.

6

Du hast es nicht nötig, nach Noten zu singen. Entwickle deine eigenen Melodien, man wird dann deine Kreativität bewundern.

7

Die Notenmappen leben länger, wenn du die Deckel nach hinten klappst, die Blätter knickst oder rollst und das Ganze ab und zu fallen lässt. Im übrigen gehen dich die Notenmappen nichts an, das ist Sache der Archivare.

8

Versäume keine Gelegenheit, dich mit den Nachbarn zu unterhalten. Das belebt die Chorprobe und der Chorleiter kann dann viel konzentrierter arbeiten.

9

Verhalte dich bei den Auftritten so zwanglos wie möglich. Am besten sieht es aus, wenn du mit der linken Hand lässig die Notenmappe hälst und mit der rechten dem Publikum zuwinkst.

10

Während andere Chöre singen gilt es, die Atmosphäre aufzulockern. Das heißt: entspannt ein Vierterl Wein nach dem anderen zu trinken und angeregt mit den Tischnachbarn zu plaudern.